Beinahe hätte ich meine Süße verloren … mein Schmusebär … mein Schnuffelchen … hach
Kira ging es schon ein Weilchen nicht so gut. Wir haben das gemerkt, haben es aber aufs Alter geschoben. Sie wollte nicht mehr so viel Spazieren gehen und fing vor gut 1 ½ Wochen an immer weniger zu fressen. Leckerlies gingen aber immer
Wir haben hin und her überlegt, kamen aber (aufgrund der Tatsache, dass Leckerlies immer gingen) zu dem Schluss, dass sie wohl einfach nur ihr Futter nicht mehr mochte. Außerdem hat sich ständig so komisch mit den Ohren gewackelt, als ob sie dort irgendwas kitzeln würde.
Ostermontag fing sie dann an zu bluten. Da sie schon seit zwei Jahren keine Spritze mehr gegen die Läufigkeit bekommt, sind wir davon ausgegangen, dass sie jetzt, im hohen Alter von 10 Jahren dann doch nochmal Läufig wird. Ich muss sagen, ein bisschen gewundert hab ich mich schon, denn von unserem Schäferhund war ich es gewohnt, das das Blut ganz normal dunkelrot aussah, bei ihr war das etwas anders, aber da im Internet stand, es kann durchaus auch mal fleischfarben sein, hab ich mich dann doch nicht weiter gewundert.
Dienstag früh kam die Wende: Sie hat ihr Leckerchen verwehrt! Ich hatte ihr eins angeboten und auch die Kleene später nochmal, aber sie wollte es nicht nehmen. Also hab ich den Tierarzt angerufen und für nachmittags einen Termin ausgemacht. Als wir dann da waren hab ich der Ärztin die Symptome aufgezählt, sie hat sich den Hund und den Ausfluss angeschaut und direkt gesagt: „Das ist total vereitert, das ist definitiv eine Gebärmutterentzündung, das müssen wir operieren, am besten sofort, spätestens aber morgen früh!“ Da ist mir dann erst mal der Boden unter den Füßen weggesackt! Aber es war keine Frage, dass wir sie dann gleich zur OP dalassen würden. Gefressen hatte sie an diesem Tag ja sowieso noch nichts, sie war also auch nüchtern.
Es wurden einige Voruntersuchungen gemacht und sie wurde vorsichtshalber schon mal an den Tropf gehängt. Zwischendurch fiel schon mal die Bezeichnung „Not-OP“
Wir sind bei ihr geblieben, bis sie sie in Narkose gelegt hatten und sind dann erst mal losgefahren um irgendwo was zu essen. Eigentlich hätten wir an dem Abend bei meiner Schwägerin auf dem Geburtstag sein sollen, aber das haben wir leider nicht geschafft. Wir hätten zwar in der Zeit der OP hinfahren können, aber aufgrund der Entfernung wären wir vielleicht 10 Min. da gewesen und hätten dann schon wieder fahren müssen. Eine gute Stunde war für die OP veranschlagt worden – 2 Stunden sind es dann geworden! Als wir wieder kamen meinte die Ärztin, dass wäre wirklich aller höchste Eisenbahn und eine schwere OP gewesen. Kira habe viel Blut verloren und sei auch jetzt noch nicht ganz über den Berg. Sie hat mir die Gebärmutter, die sei rausgeholt haben, dann auch mal gezeigt. Sie sagte, normalerweise sei sie in bei Hunden von Kiras Größe in etwa so dick wie ein Bleistift. Das was sie dort in der Schüssel liegen hatte war in etwa halb so dick wie eine Prinzenrolle und man hat richtig gesehen, das dass alles voller Eiter war
Die Ärztin sagte mir, dass sie sie aufgemacht hätten, sie hätte die Gebärmutter angefasst, um sie rauszuschneiden und in dem Moment hat es angefangen zu bluten wie die Hölle. Sie ist sagte, wenn wir sie nicht Dienstag Abend operiert hätten, wäre es möglicherweise über Nacht geplatzt und Kira wäre innerlich verblutet
Auch wenn der Männe sagt, ich solle das nicht machen und ich könne nichts dafür, so mach ich mir doch Vorwürfe! Sie hatte Anfang April mal so eine Phase, wo sich ständig an der Vagina geleckt hat. Ich hab damals im Internet recherchiert und natürlich war dort auch die Gebärmutterentzündung aufgeführt. Ich hätte da schon mit ihr zum Tierarzt gehen sollen! Aber ich hab den Anruf beim Arzt immer wieder hinaus gezögert und hinaus gezögert und dann hat sie plötzlich nicht mehr so oft geleckt, also dachte ich „alles wieder ok“. Aber wenn ich mir jetzt überlege, dass meine Süße fast gestorben wäre … ich könnte ausflippen, dass ich nicht schon früher mit ihr beim Arzt war. Ich kann im Moment einfach dieses „Ich hätte …“ im Kopf nicht ausschalten … es ist da
Die Nacht von Dienstag auf Mittwoch war grausig! Ich war kurz vor 23 Uhr wieder zu Hause, da war Kira immer noch nicht ganz wach, so dass ich sie die zwei Stockwerke hoch tragen musste. Oben angekommen ist sie direkt auf ihren Platz getrottet und direkt wieder weggeknackt *hihi* Eigentlich schläft sie ja nicht mehr bei uns im Schlafzimmer, aber in der Nacht hab ich das geändert und hab ihr ihren Platz ins Schlafzimmer getragen. Sie hatte diesmal Morphium bekommen und die Ärztin hatte mich schon darauf hingewiesen, dass es sein könnte, dass sie darauf in der Aufwachphase Halluzinationen bekommt und ständig am Fiepen ist – genauso war es dann auch. An Schlaf war da nicht wirklich zu denken. Außerdem bin ich jedes mal aufgeschrocken und zu ihr hingelaufen, wenn ich mir eingebildet hatte, ich hätte Schmatzgeräusche von ihr gehört. Ich wollte ja nicht, dass sie sich die Wunde aufleckt. Ich hab zwar auch wieder einen Kragen mitbekommen, aber zum Glück scheint des diesmal schon allein mit dem Bauchtuch zu funktionieren. Sie geht nicht an die Wunde ran! Zum Glück, so bleibt ihr wenigstens der Kragen erspart. Herrchen meint zwar, sie würde mit dem Bauchtuch ein bisschen aussehen wie ein Rollbraten, aber lieber das, als der blöde Trichter
Mittwoch früh war sie schon wieder so fit, dass sie die Treppe alleine hoch und runter laufen konnte. Ins Auto darf sie nicht springen, aber auch das möchte sie eigentlich tun
Die Ärztin war bei der Nachuntersuchung sehr zufrieden mit ihr. Für die schwere der OP sei sie schon wieder ganz schön fit. Sie hat dann nochmal eine Infusion bekommen, aber nachdem sie sich über das ihr angebotene Futter mit Heißhunger hergemacht hatte, konnte auch die Infusion wech
Heute Nacht war es auch schon viel entspannter. Ich hab ihr nochmal erlaubt im Schlafzimmer zu schlafen und sie hat sich auch ohne ihren Platz direkt vor mein Bett gelegt und ist dort die ganze Nacht geblieben, aber heute Nacht war sie ganz still und hat tief und fest geschlafen
Jetzt heißt es viel Schonung, Schonkost, nur kurze Spaziergänge und viel Ruhe! Und dann sollte meine Süße bald wieder richtig fit sein.
Glück im Unglück würd ich mal sagen!