Ich habe so lange nicht mehr richtig geblogt …hier ist plötzlich alles so anders. Ganz seltsam … egal.
Das ganze Jahre über habe ich immer wieder damit gerechnet, am Dienstag war es dann soweit. Ich musste mit meiner Süßen zum Tierarzt und sie über die Regenbogenbrückt begleiten. Es war eine harte Entscheidung, aber es war die Richtige.
Mit dem Laufen ging es schon seit Wochen schlechter. Die Treppe rauf hat sie sich nur noch gequält, auch wenn sie es bis Sonntag immer noch selbst hingekriegt hat, aber es war jedesmal ein Kampf für sie und es hat mir schon seit Wochen in der Seele wehgetan ihr dabei zusehen zu müssen. Heute vor einer Woche ging es dann rapide abwärts. Der Männe und ich waren Spätnachmittags nochmal einkaufen und als wir nach Hause kamen lag sie im Wohnzimmer und hat immer wieder so komisch vor sich hin “geknurrt”. Die Kleene meinte, dass hätte sie schon eine ganze Weile getan. Später hat sich sich dann übergeben, danach schien hat sie wenigstens mit dem Brummen aufgehört. Das Gassi gehen Abends war eine Qual. Wir sind nur über den Hof auf die Wiese gegeben. Sie ist auf die Wiese gegangen … und hat sich hingelegt. Mehr nicht. Da lag sie eine ganze Weile, dann ist sie aufgestanden und hat doch noch ein kleines Häufchen gemacht .. und hat sich gleich wieder hingelegt. Irgendwann habe ich sie dann am Halsband hochgezogen, damit wir wieder in die Wohnung gehen konnten. Auf dem Weg über den Hof, ich schätze mal es sind 300 m oder so, vielleicht weniger, hat sie sich bestimmt 6 mal wieder auf den Boden gelegt und wollte nicht weiter gehen. In der Nacht hat sie sich ein weiteres mal übergeben. Ich hab in der Nacht kaum geschlafen, weil ich immer ein Ohr richtung Flur hatte, was sie wohl macht, weil ich wusste, dass sie – als wir draußen waren – nicht gepieselt hatte und ich wollte sie hören, falls sie fiept. Hat sie aber nicht. Morgens früh hab ich sie dann wieder rausgelassen und wir hatten das selbe Drama wieder, wie am Abend zuvor. Es ging ihr gar nicht gut! Über den Tag schien sie sich aber wieder zu fangen und auch die beiden weiteren Gassi-Gänge am Sonntag waren ganz ok – aber sie hat nicht mehr gefressen. Ich hatte ihr bereits Samstag Futter in den Napf gepackt, was sie aber nicht angerührt hat. Ich hab ihr dann Sonntag Abend mal ein paar Leckerlies gegeben, damit sie wenigstens ein bißchen was frisst. Leider hat sie das meiste dann wieder erbrochen.
Montag dauerte das Mittagsgassi gehen fast ne Stunde und das für einen Weg, den wir (auch als es ihr schon schlecht ging) in gut 15 Min. hinter und gebracht haben und es war das erste mal so, dass der Männe sie die Treppe hochtragen musste. Auch am Montag hat sie nichts gefressen. Wir haben dann Montag Abend eigentlich schon entschieden, dass es wohl besser wäre sie zu erlösen. Der Männe hatte Nachtschicht und habe dann für mich entschieden, dass Kira die wohl letzte Nacht die sie bei uns verbringen würde bei mir im Schlafzimmer schlafen sollte. Es ging auch eine ganze Weile lang gut, aber dann fing sie wieder an so fürchterlich zu hecheln, dass ich sie doch in den Flur geschickt habe. Gegen 4 Uhr hab ich gehört, wie sie sich (wiedermal) übergeben hat. Auch das war wieder ein sehr unruhige Nacht. Als ich um 5.30 Uhr aufgestanden bin lag meine Maus auf ihrem Platz und war total fertig – sie hatte das ganze Wohnzimmer vollgekotet
Da war mir klar, dass es vorbei war und alles weiter für sie nur noch eine Qual. Ich hab am Vormittag den Tierarzt angerufen und einen Termin für die Mittagszeit ausgemacht. Da ich mir aber nicht sicher war, ob die Kleine morgens verstanden hat, dass der Hund möglicherweise nicht mehr da ist, wenn sie wieder nach Hause kommt, habe ich noch einmal angerufen um den Termin zu verlegen. Eigentlich hatten wir dann den nächsten Mittag ausgemacht, weil da Kiras Tierärztin Dienst hatte. Aber dann hab ich Mittags mit dem Männe telefoniert. Es war nicht die Tatsache, dass er Kira mal wieder die Treppe hochtragen musste, sondern das sie das ihr angebotene Schweineohr verschmähte. Das war eine Leckerrei, die sie sonst nie ausgeschlagen hat! Also wieder ein Anruf beim Tierarzt und doch einen Termin für den Abend bei der anderen Tierärztin gemacht.
Der Männe hat der Kleenen dann nochmal gesagt wie es aussieht und das sie sich von Kira verabschieden soll. Um 17.00 Uhr hab ich mich dann auf den Weg gemacht. Die Tierärztin hat sich dann alles angehört, sie kannte ja auch aus der Akte den Krankheitsverlauf von Kira und hat sie dann nochmal untersucht und den Bauch abgetastet usw. Sie meinte, es würde sich anfühlen, als ob freie Flüssigkeit im Bauch wäre. Auch die Augen würden so seltsam weit hervorstehen und als sie die Vene suchte um die Kanüle setzen zu können meinte sie, dass der Kreislauf total im Keller wäre. An dem Abend hab ich das gar nicht so wahr genommen, aber jetzt im Nachhinein denke ich: Wenn man noch etwas hätte machen können und sie nicht der Meinung gewesen wäre, dass es besser ist ihrem Leiden ein Ende zu bereiten, dann hätte sie mir das sicher gesagt und versucht die ganze Sache auszureden. Aber so … hat sie Kira dann erlöst. Die Ärztin und das Team waren total nett. Ich war ja quasi die Letzte die war und die Praxis war schon lange geschlossen, trotzdem durfte ich so noch bei meiner Süßen bleiben, so lange ich wollte. Sie kamen sogar ein paar mal vorbei und haben gefragt ob ich irgendwas brauche … Taschentücher oder so. Die hatte ich allerdings in weiser Voraussicht schon haufenweise eingesteckt.Ich glaube als ich später nach Hause gefahren bin war ich alles andere als in einem fahrtüchtigen Zustand. Aber irgendwie hab ich es doch nach Hause geschafft.
Ich bin mir eigentlich sicher, dass es die richtige Entscheidung war. Das es ihr jetzt besser geht. Sie wird wieder mit Lana “Ohrenschuppern-wenn-keiner-guckt” spielen, oder mit Sunny faul in einer Ecke liegen … oder sich von meiner Mutti mit Leckerlies verwöhnen lassen.
… aber sie fehlt mir unheimlich. Ja, es hat mich manchmal genervt abends nochmal mit ihr runter zu müssen, wenn der Männe sich schon ins Bett verkrümmelt hat. Oder morgen so früh aufzustehen, weil ich erst noch mit ihr raus musste, bevor die Kleene aufwacht. Jetzt vermisse ich es! Es ist so ruhig hier. Und immer wieder denke ich: “Jetzt wäre Kira hergekommen”, oder “spätenstens bei diesem Geräusch hätte sie den Kopf gehoben”, oder solche Sachen. Oder wenn Essen übrig bleibt ist der erste Gedanke “wenn Kira jetzt noch da wäre …” Ich bin auch immer noch ganz leicht zum heulen zu bringen, wenn ich an irgenwas denke, oder so. Gestern ist mir zum Beispiel folgendes eingefallen: Bevor ich zum Tierarzt bin war ich nochmal kurz was einkaufen. Ich wollte das nicht nach dem Tierarzt total verheult machen. Als ich durch die erste Tür kam habe ich genau gesehen, dass sie noch im Kofferraum gelegen hat – als sich die zweite Tür öffnete kam ihr Kopf nach oben. Sie kann mich da noch gar nicht an Schritten oder so erkannt haben. Sie wußte einfach, dass ich jetzt kommen würde …
Ach … sie fehlt mir ….


Genau, die beiden Kröten betreiben bestimmt jeden Tag exzessives Ohrenschnuppern.
Ich kann Dich so gut verstehen… Fühl Dich fest umarmt!
Ach, ihr Beiden! Ich konnte gestern Abend nix schreiben, so sehr musste ich weinen. Ich ahne, was in dir vorgeht und selber weiß man, daß es den Tag geben wird, an dem man Abschied nehmen muss. Ich wünsch dir ganz viel Kraft liebes Bollenhütchen! Mit dem Herzen bin ich bei dir!
Trösten kann man bei sowas nicht wirklich, behalte die schönen Erinnerungen in deinem Herzen und heul was das Zeug hält, wenn dir danach ist…… ihr geht es jetzt besser und die Vorstellung, dass sie mit Lana rumtollt und dieses Ohrendingens macht (wat is dat überhaupt?) ist wunderschön….. drückdichganzdolle :*
Wenn Hunde sich ganz doll mögen, schnubbeln sie sich gern gegenseitig in den Ohren rum. Unsere beiden Damen haben, wenn sie in Sichtweite waren, immer so getan “Die is ganz ok, so lange sie mein Futter in Ruhe lässt.” Aber wenn sie dachten, sie wären unbeobachtet, haben sie sich gegenseitig mit Hingabe die Ohren geschnubbelt.