Das neue Jahr ist jetzt gerade mal zwei Wochen alt und ich möchte etwas Zeit die ich gerade habe dafür verwenden, um hiermal einen kleinen Blick zurück auf 2011 zu werfen.
Wie war das Jahr so für uns hier? Angefangen hat es grauselig. Die ersten zwei Monate des Jahres war ich arbeitslos. Ich glaube es waren die längsten zwei Monate meines Lebens. Ich weiß nicht wie oft ich in diesen Monaten von irgendwelchen Leuten gehört habe, ich soll doch die Auszeit mal genießen. Das ist Käse! Du kannst es nicht genießen, wenn Du nicht weißt wie es weiter geht. Ich habs nicht mehr genau im Kopf wieviele Bewerbungen ich geschrieben haben, aber es waren etliche. Was mich extrem geärgert hat: Es kam nur wirklich von einem Bruchteil Antworten zurück. Von vielen habe ich bis heute nichts gehört! Sowas finde ich persönlich einfach unverschämt, aber gut – die heutige Zeit scheint so zu sein.
Ab März stand ich wieder in Lohn- und Brot. Es ging aufwärts. Zu Ostern dann der nächste emotionale und finanzielle Schock, als uns Kira beinahe gestorben wäre und wir irgendwie die Kosten dieser Not-OP auch deckeln mussten.
Im Sommer waren wir ein paar wenige Tage in Hamburg. Ich hab damit dem Männe seinen Traum erfüllt mal ein bißchen große Schiffe gucken zu können
Er war genauso begeister von dieser Stadt, wie ich es schon seit meinem ersten Besuch im hohen Norden war. Auf dem Heimweg haben wir nochmal einen Zwischenstop in Minden gemacht und haben den kleinen Doozer endlich mal persönlich kennengelernt. Diese paar Tage waren sicher ein Highlight in diesem Jahr.
Genau wie das Wochenende im Pott, als ein Hase seinen runden Geburtstag gefeiert hat
Das war ein wirklich tolles Wochenende mit lieben Menschen, das wir wirklich sehr genossen haben.
Im November dann mussten wir uns leider endgültig von unserer Süßen verabschieden. Ich hab das bis heute noch nicht so wirklich weggesteckt. Noch immer gibt es Momente wo ich denke “bei dem Geräusch wäre sie schon längst da” oder z.B. im Auto wenn ich die Handbremse anziehe muss ich immer daran denken, dass genau jetzt ihr Kopf hinten im Kofferraum nach vorne “geflogen” wäre und sie hätte abgecheckt, ob wir vielleicht aussteigen. Sie fehlt mir immer noch ganz unheimlich und es gibt Tage, wo mich die Erinnung wirklich regelrecht runter zieht, oder ich auch darüber nachdenke, ob es vielleicht anders gekommen wäre, wenn ich hier und da andere Entscheidung getroffen hätte. Aber die Frage kann mir sowieso keiner beantworten. Auch mache ich mir noch immer Vorwürfe, dass ich beim Tierarzt lassen musste und nicht für eine ordentliche Bestattung oder Einäscherung sorgen konnte. Das wird mich sicher noch eine ganze Weile verfolgen … Und schon habe ich wieder Pipi inne Augen. Bei dem Thema habe ich immer noch ganz nah am Wasser gebaut
Das Jahresende war dann wiederrum angenehm ruhig und …wie soll ich sagen? “Versöhnlich”? Blödes Wort! Nein, es war schön. Wir hatten ein schönes ruhiges Weihnachtsfest und ein genauso ruhiges Silvester.
Alles in allem würde ich dem Jahr 2011 wohl die Note 3 geben. Wir sind alle gesund geblieben und hatten neben vielen blöden und echt beschissenen Momenten und Tiefpunkten auch wirklich viele schöne Momente an die man sich sicher noch lange erinnern wird. Und ich glaube auch das uns die schwierige Zeit Anfang des Jahres noch enger zusammen geschweißt hat. Wir haben das Tal noch nicht ganz gemeistert und immer wieder, wenn ein Licht am Ende de Tunnels auftaucht, kam dieses Jahr wieder immer wieder irgendein Nebel und das Licht rückte wieder weiter in die Ferne. Aber wir geben nicht auf und kriegen das hin!
2012 wird sicher auch nicht einfach für uns werden. Ich kämpfe immer noch damit die finanzielle Lücke zu schließen, die die Arbeitslosigkeit Anfang 2011 gerissen hat. Bis jetzt war es immer so, dass ich dachte “jetzt wird alles gut” – und dann wurde der Hund krank und Tierarztrechnungen sind teuer. Jetzt hoffe ich darauf, dass ich dieses Jahr tatsächlich mal ein bißchen was vom Finanzamt zurück verlangen kann und das damit das Loch endlich gestopft wird und ich mal wieder anfangen kann ein paar Rücklagen zu bilden.
Der Männe hat endlich seine Zulassung, dass er die Weiterbildung die er machen möchte bzw. schon angefangen hat zu machen, auch machen darf. Das bedeutet natürlich, dass er sehr viel lernen muss und Samstag wieder die Schulbank drückt. Das wird uns einiges der gemeinsamen Zeit kosten. Aber da das ganze auf das Ziel ausgerichtet ist, dass er endlich aus der Wechselschicht rauskommt, nimmt man das doch gerne mal in Kauf.
Die Kleene bleibt jetzt auch während der Spätschichtwoche bei uns. Sie ist dann in dieser Woche quasi ein Schlüsselkind und ist alleine zu Hause bis ich von der Arbeit komme. Die erste einer solchen Woche haben wir gerade hinter uns. Leider hatte ich gerade diese Woche an der Arbeit auch tierisch viel Streß und musste oft länger arbeiten, aber wir haben das hin bekommen. Sie macht zuerst ihre Hausaufgaben und darf dann zu Freunden gehen wenn sie das möchte. Das hat sie diese Woche auch oft getan. Nicht immer ging alles ganz glatt, aber es war die erste Woche und alles wird sich noch irgendwie einpendeln.
Einige Highlights zeichnen sich für dieses Jahr schon ab. Allem voran das FC-Konzi von Laith in der kommenden Woche in Lüneburg. Isch freu mich wie Bolle darauf! Und nicht nur auf das Konzert! Vorallem freu ich mich auf haufenweise liebe Menschen, die man viel zu selten sieht. Einige habe ich seit Jahren nicht gesehen und ich freu mich echt riesig die mal wieder zu sehen.
Dann kommen nach den Laith-Konzerten Anfang Februar noch das Eisbrecher-Konzi Ende Februar in Dresden. Das wird auch ganz sicher ein Highlight des Jahres. Da freu ich mich ja auch schon total drauf. Vielleicht red ich mal mit dem Männe, ob man nicht noch eine Nacht länger in DD bleiben kann, damit ich meine Freundin dort mal wieder sehen kann … mal schaun.
Also der Anfang des Jahres ist schon mal sehr vielversprechend und dann lassen wir uns mal überraschen, wie der Rest des Jahres wird. Eigentlich kann es nur besser werden als letztes Jahr
